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Die Geschichte von Külsheim, ein
ehemaliges Reichsdorf, war schon
immer eng mit der von Windsheim verknüpft , da der Ort nur etwa
1 Kilometer davon entfernt liegt . Das genaue Gründungsjahr
Külsheims läßt sich nicht mehr feststellen, aber es wurde 790
das erste mal urkundlich erwähnt. Külsheim ist eine Siedlung
der merowingischen Franken.
Eine Wallanlage und Münzfunde aus der Zeit ca. 450 v.Chr. und Münzfunde aus
der Römischen Kaiserzeit zeugen von wesentlich früheren Siedlungen.
Der Ort hatte ein Schloß, es war der Sitz der Ritter von Külsheim.
Die Reichsritter von Külsheim waren gegen Ende des 10.Jahrhunderts ein
angesehenes Geschlecht. Sie standen unter der Lehenshoheit von
Hohenlohe. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte noch mehrmals
urkundlich erwähnt. Ihre Besitzungen lagen in Külsheim und im
weiteren Umkreis von Ansbach. Das Schloß in Külsheim wurde auf
den Mauern einer ehemaligen keltischen Fliehburg errichtet.
Der Kaiser nahm 1309 Külsheim unter seinen Schutz. 1348 - 1350 wir ein
Friedrich Esel, Ritter zu Külsheim genannt. In Franken brach 1381 der Städtekrieg aus, das Volk lehnte sich
gegen den Adel auf, bei dieser Gelegenheit brannten die Windsheimer das
Schloß nieder. Es wurde danach wieder aufgebaut. Jetzt steht
auf dem Platz ein Haus, das Schlößchen genannt wird. Die
hohenlohischen verkauften ihre Hoheitsrechte über Külsheim an
die Stadt Rothenburg. Um 1413 waren die Ritter von Külsheim
ausgestorben. Ihr Wappen ist das jetzige Gemeindewappen.
Während der Zeit der Bauernkriege ist über Külsheim wenig
bekannt. Ab 1490 stand Külsheim unter brandenburgischem Schutz. Die Kirche in
Külsheim wird 1502 das erste mal erwähnt. 1525 mußte Rothenburg die Gerichtshoheit über Külsheim
abgeben, die es bis dahin besaß. Eine Schule wird in Külsheim 1593 das erste
mal erwähnt.
Im 30-jährigen Krieg mußte Külsheim stark leiden. Schon im
Jahre 1621 kamen einige Külsheimer ums Leben, als Graf
Mannsfeld "seiner Armada ca. 10 000 Mann stark zu Rossen und zu Fuß mit
Artillerie" in Külsheim einen Halt machte.
Die Pest wütete in Külsheim in den Jahren 1585, 1606 - 1607
und kam 1625 wieder, dabei starben 90 Menschen. 1630 begann die
Pest von neuem, diesmal starben 85 Personen. 1634 erschien der
kaiserliche Feldmarschall Suis, um Windsheim zu belagern. Sein
Hauptquartier war das Schloß in Külsheim. In der ersten Nacht
ließ er schanzen und beschoß mit zwei Batterien Windsheim. Am
6. März 1648 erschienen 600 Schwedische Reiter und Kavallerie in
Külsheim. Am 10. März zog die schwedische Hauptarmee mit 16000
Mann vor Windsheim auf, um es einzunehmen. Külsheim, das
schon durch schweren Beschuß stark zerstört war, wurde bis auf
ein Haus und die Kirche abgerissen, das Holz wurde von den
Soldaten verheizt. Die Steine der zerstörten Gebäude wurden
für die Befestigungsanlagen in Windsheim verwendet. Es dauerte
lange bis sich Külsheim von diesem schweren Schicksal erholte.
Bereits seit 1525 war Külsheim evangelisch. Die Kirche von
Külsheim war schon immer eine Filiale von Windsheim gewesen. Die
erste Külsheimer Kirche wird 1579 erwähnt. Sie wird 1693
abgebrochen, da sie durch ein ungestümes Wetter starken Schaden
erlitten hatte (der Kirchturm wurde bereits von den Schweden
1648 abgerissen). Der Windsheimer Bürger Wolff Blank wurde zu
Sammlungen für den Wiederaufbau der Kirche durch ganz
Deutschland
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Külsheim
Ortseingang
von Erkenbrechtshofen gesehen |
geschickt. 1701 konnte die neue Kirche eingeweiht
werden. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts wurde diese wieder stark
baufällig und abgerissen. Die daraufhin 1907 wieder neuerbaute
Kirche steht heute noch. 1792 wurde Külsheim preußisch und
1810 bayerisch. Erkenbrechtshofen, das bis dahin zu Hoheneck gehörte, kam 1817
zu Külsheim.
1855 ereignete sich in Külsheim ein Mord, ein Metzgergeselle
brachte seine schwangere Geliebte um. Der Ort brachte auch eine
bekannte Persönlichkeit hervor. 1870 wurde der Tagelöhnersohn
Leonhard Moll in Külsheim geboren. Der Maurergeselle gründete
1894 in München eine Aktiengesellschaft in den Bereichen Bau,
Industrieanlagen und Projektentwicklung. Die Gesellschaft
beschäftigt 1800 Mitarbeiter. Leonhard Moll starb 1945.
Am Mühlbach stand bis in die siebziger Jahre noch eine Mühle,
die außer Betrieb war und abgerissen wurde. Külsheim besitzt
eine Freiwillige Feuerwehr und etliche Vereine, die auch ihre
Mitglieder in Erkenbrechtshofen haben. Zur Zeit hat Külsheim
noch zwei Gastwirtschaften. Die landwirtschaftlichen
Vollerwerbsbetriebe haben sich inzwischen um etwa zwei Drittel
reduziert Auf der Gemarkung Külsheim befindet sich ein
Gipssteinbruch und einige Quellen , die die Bad Windsheimer Sole
liefern . Der Ort wurde 1978 nach Bad Windsheim
eingemeindet.
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